Hoffen auf den August

Kurt Reich, Leiter Schifffahrtsbetriebe Rorschach, über die Auslastung der Linie Rorschach–Altenrhein.

Herr Reich, wie verlief die bisherige Saison auf der Strecke von Rorschach über Staad, Altenrhein nach Rheineck?

Kurt Reich: Die Frequenzzahlen der Kursfahrten liegen bis zum letzten Sonntag im Juli um zwanzig Prozent unter jenen des Vorjahres. Die Saison begann wegen des zu tiefen Wasserstandes erst eine Woche später als sonst. Dazu erinnert man sich, dass das Wetter im Mai und Juni kühl und unfreundlich war. Wir hoffen aber, dass viele angenehme und nicht allzu heiße Tage in den Monaten August und September noch häufig zum Fahren auf unsern Schiffen einladen. 

Dann kam ein wunderbarer Juli. Wie hat sich dieser ausgewirkt?

Reich: Natürlich konnten die Zahlen im Juli das bisherige Saisonergebnis etwas wettmachen. Aber in einem heißen Sommer, welchem unfreundliche Monate vorangegangen waren, gehen die Leute nicht unbedingt im Schiff auf den See. Da bevorzugen viele lieber die Möglichkeit, sich beim Baden im See zu erfrischen.

Wie werden die öffentlichen Sonderfahrten gebucht?

Reich: Wenn wir etwa an die Abendfahrten nach Lindau, an vormittägliche Brunch-Fahrten usw. denken, wurden diese sehr gut gebucht. Die Leute schätzen die Möglichkeiten, sich auf einem solchen Schiffsausflug auch sehr gediegen verpflegen zu können. Hier liegen die Zahlen 2010 erfreulicherweise um rund einen Viertel über jenen von 2009.

Wie sind die Auswirkungen der neuen Anlegestelle in Staad?

Reich: Die neue Anlegestelle erlebt jetzt die zweite Saison und muss sich erst noch richtig etablieren. Ich erwarte aber, dass diese künftig noch besser benutzt wird, beispielsweise dann, wenn sich die Möglichkeiten durch den neuen Wanderweg dem See entlang nach Altenrhein so richtig herumgesprochen haben.

(Interview: Peter Beerli/St. Galler Tagblatt v. 02.08.10)

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