Zuversichtlicher Start in den Herbst

Mehr Passagiere als im Vorjahr vermeldet die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein. Die Saison wird bis Mitte Oktober verlängert. Am nächsten Montag startet bei der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) der Herbstfahrplan.

Bisher verlief die Saison erfreulich, denn die schönen Wochenende im Monat August machten sich auch bei den Passagierzahlen der Weißen
Flotte vom Untersee und Rhein bemerkbar: Mit 83 992 Personen
verzeichneten die URh 24 Prozent mehr Fahrgäste als im August 2006. «Die Leute haben sich stark nach den Wetterprognosen gerichtet», stellt Thomas Rist, Direktionsassistent der URh, fest. So gönnten sich beispielsweise am sonnigen 26. August 5280 Personen eine Schifffahrt auf Untersee oder Rhein, während man am 2. August, einem verregneten Montag während der Sommerferien, lediglich 1700 Personen an Bord begrüßen konnte.

Mehr Passagiere als im Vorjahr

Die Jahresfrequenz liegt Ende August 2007 bei 304 093 Personen, das sind 29 083 Personen oder 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Passagierzahlen der URh bewegten sich damit etwa auf dem gleichen Niveau wie 2005, erklärt Thomas Rist. Und 2005 sei «ein gutes Jahr gewesen, wenn auch nicht ein sehr gutes». Auf einen außergewöhnlich guten April 2007 mit hohen Frequenzen und den ebenfalls guten Mai folgten laut URh im Juni und Juli zwei eher unterdurchschnittliche Monate.

Die Schifffahrtssaison wird dieses Jahr erstmals bis zum 21. Oktober verlängert. Dabei verkehren täglich drei Kursschiffe von Schaffhausen nach Kreuzlingen und zurück. An Sonn- und Feiertagen ist zusätzlich ein viertes Schiff unterwegs. «Wir fahren zwei Wochen länger als letztes Jahr», präzisiert Thomas Rist. Mit der Saisonverlängerung zielt man vor allem auf die Herbstferien und die Ferienzeit in einigen deutschen Bundesländern ab. Bisher habe sich die Schifffahrtsgesellschaft vor solchen Verlängerungen in den Herbst hinein gescheut, erklärt Rist: «Es birgt auch gewisse Risiken, so muss im Herbst vermehrt mit Nebel oder niedrigem Wasserstand gerechnet werden.»

Schwarze Zahlen in Aussicht

Im Moment stelle zumindest der Wasserstand keinen Grund zur Besorgnis dar. «Wenn die Saison wie bisher weitergeht, hoffen wir auf ein positives Rechnungsergebnis», zeigt sich Thomas Rist zuversichtlich. «Bei gutem Wetter und ohne Niedrigwasser sollte es zu schaffen sein, schwarze Zahlen zu schreiben.» Im letzten Jahr schlossen die URh nicht zuletzt dank Schuldenerlassen durch die öffentliche Hand mit einem kleinen Gewinn von 6500 Franken ab. Über das Ergebnis in diesem Jahr wird vor allem das Wetter der nächsten Wochen entscheiden.

(Simon Peter/Schaffhauser Nachrichten v. 08.09.07)

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