"Es wird nicht umgetauft"

Reaktionen auf "Fridolin"

Fridolin" - das ist der große Lacher. Sogar bis ins Stuttgarter Sozialministerium schlugen die Wellen um den umstrittenen Namen für den Friedrichshafener Katamaran. Jedenfalls schlug Sozialminister Andreas Renner gestern bei einer Tagung im Konstanzer Konzil, Oberbürgermeister Josef Büchelmeier vor, das Schiff doch einfach umzutaufen. "Nein, das machen wir nicht. Denn so etwas bringt Unglück", sagte Büchelmeier gestern dem SÜDKURIER. "Aber", so Büchelmeier, "ich stehe dazu, dass ich den Namen doof finde." Am Taufabend sei er richtig wütend gewesen. Büchelmeier hat, wie berichtet, der Katamaran-Reederei einen Brief geschrieben, um zu erfahren, wie es zu ihm kam.

Auch die SÜDKURIER-Leser lässt die Namensgebung alles andere als kalt, wie vielen Leserbriefen zu entnehmen ist. "Warum krampfhaft zwei Städtenamen abändern?", fragt eine Leserin, die vorschlägt, solche Namen künftig per Umfrage zu ermitteln. Als "hausbacken" wird "Fridolin", bezeichnet, sogar als "späte Rache der Konstanzer" oder einfach als "gründlich daneben". Die Misere habe ja bereits früher begonnen, als nicht heimische Firmen wie die MTU oder Zeppelin (Vertrieb von Caterpillar-Motoren) bei der Lieferung der Motoren zum Zug kamen, schreibt Manfred Sauter, der Geschichtsbewusstsein vermisst.

(Südkurier v. 05.07.05)

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