Leinen los! auf dem Bodensee

Es ist der früheste Saisonstart aller Zeiten für die Bodenseeschifffahrt, deren Linienverkehr traditionell am Karfreitag aufgenommen wird.

Auch wenn die Wetterprognosen alles andere als frühlingshaft sind gehen die VSU (Vereinigte Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein) optimistisch in die neue Saison.

Die Vorsaison toppen

Das Ziel der Weißen Flotte mit insgesamt 32 Passagierschiffen (deutsche BSB 12, Vorarlberg Lines 7, Schweizer Bodenseeschifffahrt 4, Untersee und Rhein 6, Schifffahrtsbetrieb Rorschach 3) und drei Fähren (die drei Katamarane werden ebenso wie die in Bau befindliche „Sonnenkönigin“ von eigenständigen Unternehmen betrieben, die nicht unter dem Dach der VSU sind) ist es, das durchschnittliche Vorjahrsergebnis zu toppen. 2007 wurden insgesamt 3,9 Millionen Passagiere gezählt, davon wurden von den Vorarlberg Linies 529.000 Fahrgäste befördert.

Euro08-Rückenwind

Vor allem die Vorarlberg-Lines erhoffen sich von der Fußball-EM kräftigen Rückenwind, so deren Leiter Werner Reinstadler. Wie viele Fußballfans allerdings per Schiff zum Spektakel auf der Festspielbühne anreisen werden, ist schwer abschätzbar. Unbezahlbar ist jedoch der Werbeeffekt. Auf diesen Werbeeffekt setzt auch BSB-Geschäftsführer Jörg Handreke, der zudem als besondere Attraktion für Fußballfans die „MS Zeppelin“ zum EM-Schiff umgestaltet hat. Dagegen will die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein Gäste mit „fußballfreien Zonen“ an Bord locken.

Flottensternfahrt

Am heutigen Karfreitag startet die „Weiße Flotte“ noch mit einem reduzierten Programm. Der Vollbetrieb auf dem Bodensee beginnt mit den Sommerferien am 5. Juli. Symbolischer Saisonauftakt ist die 37. Internationale Flottensternfahrt, die am 26. April nach Bregenz führt. Nach Bregenz deshalb, weil zu diesem Termin die „Sonnenkönigin“ erstmals auslaufen sollte. Daraus wird jedoch – die „VN“ berichteten ausführlich – nichts, der neue Luxusliner wird erst im Herbst fertig. Termin mit Vorbehalt ist jetzt der 18. September. Nicht nur die „Sonnenkönigin“ bereitet Sorgen, auch mit der „MS Österreich“ läuft nicht alles optimal. „Das Schiff stand noch während der ÖBB-Zeit ganz oben auf der Renovierungsliste, die Generalsanierung steht aber noch immer aus“, bedauert Reinstadler.

(Vorarlberg Online v. 20.03.08)

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