SD Königin Charlotte

 
Indienststellung: 1892
Heimathafen: Friedrichshafen/Württemberg
Eigner: Kgl. Württemb. Staatseisenbahnen
ab 1920 Deutsche Reichsbahn
Erbauer: Gebr. Sachsenberg, Rosslau (Elbe)
Länge: 50,88 m
Breite: 12,20 m
Tonnage: 235,3 t.
Tiefgang: 1,39 m
Maschinenleistung: 800 PS
Geschwindigkeit: 28,0 km/h
Tragkraft: 500 Personen
Außerdienststellung: 1943 (Abbruch)


Bilder

 

Der SD Königin Charlotte war der zweite Dampfer der sog. "Württembergischen Königsschiffe". Er wurde von der Werft Gebr. Sachsenberg in Rosslau (Elbe) gebaut, die Kessel und die Maschinenanlage stammt von der Stuttgarter Maschinenfabrik Kuhn.

Als Besonderheit besaß das SD Königin Charlotte einen Rundsichtpavillon auf dem Achterschiff.

Das SD Königin Charlotte löste den GD Olga aus dem Jahr 1854 ab, und war während seiner Dienstzeit auf allen württembergischen Kursen anzutreffen.

Wie alle württembergischen Schiffe mit monarchistischen Namen durfte auch das SD Königin Charlotte den ihrigen behalten. Es wurden lediglich die kgl. Wappen entfernt.

Das Schiff wurde 1920 von der Deutschen Reichsbahn übernommen und als langlebigstes der Königsschiffe erst 1943 ausgemustert. Ersatz sollte ein neues Motorschiff namens „Stuttgart" sein, dass aufgrund des Krieges nie gebaut wurde.

1944 erhielt das SD Königin Charlotte Flugabwehrgeschütze und wurde mit einer Reihe von anderen Schiffen vor Friedrichshafen verankert. Bei Bombenangriffen wurde das Schiff so stark beschädigt, dass es Ende 1944 abgebrochen werden musste.

50 Jahre später erhält ein neues Motorschiff der Bodensee Schiffsbetriebe wieder den Namen einer württembergischen Königin, das MS Königin Katharina.

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