SD Stadt
Überlingen II
Indienststellung:
21.09.1929
Heimathafen: Konstanz/Baden
Eigner: Deutsche Reichsbahn
ab 1952 Deutsche Bundesbahn
Erbauer: Schiffswerft Christof Ruthof Mainz-Kastel
Länge: 60,50 m
Breite: 14,15 m
Tonnage: 362,5 t
Tiefgang: 1,33 m
Maschinenleistung: 1180 PS
Geschwindigkeit: 30,2 km/h
Tragkraft: 1000 Personen
Außerdienststellung: 1963 (Abbruch)
Bild
Im Jahr 1927 gab die
Deutsche Reichsbahn zwei neue Fahrgastschiffe mit einem Fassungsvermögen von je 1000
Personen in Auftrag. Für Lindau wurde das bis heute größte Bodenseefahrgastschiff das Motorschiff Allgäu gebaut und 1929 in
Dienst gestellt.
Für Konstanz wurde,
wegen der fehlenden Erfahrung mit Großmotorschiffen das bis dahin größte
Bodenseesalondampfschiff der SD Stadt Überlingen II gebaut und am 21.09.1929 als
Ersatz für den SD Baden (ex Kaiser Wilhelm)
in Dienst gestellt.
Wegen des hohen
Kohleverbrauchs von 40kg/km wurde das SD Stadt Überlingen II nur im Sommer
auf dem Oberseelängskurs und zu Sonderfahrten eingesetzt.
Im zweiten Weltkrieg
musste das SD Stadt Überlingen II aufgrund der Dieselknappheit und dem dadurch
bedingten Ausfall der Motorschiffe auch im Winter eingesetzt werden.
Nach der Übernahme
durch die französische Besatzungsmacht diente das Schiff als schwimmende Unterkunft.
1948 wurde das
freigegebene Schiff renoviert und 1952 von der Deutschen Bundesbahn übernommen.
Bei den Wettfahrten um
das Blaue Band des Bodensees errang das SD Stadt Überlingen II 1952 und 1954 als
einziges deutsches Schiff den ersten Platz.
1959 riss in Bregenz das
Dampfeinlassventil und der SD Stadt Überlingen II musste vom MS Augsburg nach Konstanz geschleppt
werden.
Nach der
Außerdienststellung der Dampfer SD Zähringen und SD Stadt Meersburg wurde das SD Stadt
Überlingen II überwiegend im Überlinger See eingesetzt.
Nachdem eine Umstellung
auf Dieselelektrischen Radantrieb nicht vorgenommen werden konnte, wurde das Schiff 1963
ausgemustert.
Das MS Höri erhielt 1964 den Namen MS
Überlingen I.
Von Juni 1965 bis Januar 1966 wurde das SD Stadt Überlingen II abgebrochen.
Die Schiffsglocke dieses besonderen Schiffes trägt seit 1989 das heutige Flaggschiff der
dt. Bodenseeflotte das MS Graf Zeppelin.
zurück