Nachdem die
Schweizerischen Bundesbahnen im Kriegsjahr 1943 den SD St. Gotthard aus dem Jahre 1897
ausgemustert hatten, betrug der Schiffsbestand in Romanshorn nach dem Zweiten
Weltkrieg nur
noch vier Fahrgastschiffe.
Die SD St. Gallen II und SD Rhein III, und die beiden
Vorkriegsmotorschiffe MS Thurgau und MS Zürich.
Aufgrund des wachsenden Verkehrsaufkommen, gaben die SBB 1955 bei der Bodanwerft in Kressbronn ein Zweideckmotorschiff mit einem Fassungsvermögen von mindestens 300 Personen in Auftrag.
1956 wurde das neue Schiff unter dem Namen MS Säntis in Dienst gestellt. Diesen Namen hatte bis 1933 ein Dampfschiff getragen.
Nach dem Vorbild des MS Säntis entstanden bei der Bodanwerft mehrere Schiffe für Europäische Seen, unter anderem auch das bayrische MS Grünten (später MS Lindau) 1958.
Das MS Säntis wird neben Ausflugs- und Sonderfahrten auch auf schwächer frequentierten Kursen eingesetzt.
Die heute kleinste Einheit der Schweizerischen Bodenseeschiffsbetriebe wird nach wie vor eingesetzt.