MS
Grünten
ab 1964 MS
Lindau
Indienststellung:
1958
Heimathafen: Lindau/Bayern
2003/2004 Friedrichshafen/Baden-Württemberg
Eigner: 1958-1994 Deutsche Bundesbahn
ab 1994 Bodensee Schiffsbetriebe GmbH
Erbauer: Bodanwerft, Kressbronn
Länge: 43,00 m
Breite: 9,10 m
Tonnage: 182 t.
Tiefgang: 1,46 m
Maschinenleistung: 2x 310 PS
Geschwindigkeit: 26,0 km/h
Tragkraft: 400 Personen
Außerdienststellung: 2004 (Abbruch)
Bilder
1957 gab die Dte.
Bundesbahn ihr erstes größeres Motorschiff nach dem Krieg bei der Bodanwerft in
Kressbronn in Auftrag.
Dieses wurde 1958
mit dem Namen des Oberallgäuer Hausberges als MS Grünten in Dienst gestellt, und ersetzte
im Hafen Lindau den aus dem Jahre 1892 stammenden SD
München (ex Rupprecht).
Das MS Grünten,
das im Winterdienst eine Alternative zu den Winterschiffen MS
Kempten, MS Augsburg und MS Ravensburg darstellte, wurde
teilweise im Winter von Konstanz aus auf dem bis 1973 ganzjährig befahrenem Kurs
Konstanz-Meersburg eingesetzt.
1964 erhielt das MS
Grünten den Namen MS Lindau, von dem 1959 ausgemustertem SD Lindau.
Lange wurde dieses
formschöne Motorschiff, nach dessen Vorbild auch die großen Dreideckschiffe Stuttgart und München und das Zweideckschiff Konstanz entstanden, für
die großen Rundfahrten von
Lindau und auf dem Kursverkehr Lindau-Rorschach eingesetzt.
Im Frühjahr 2003 wurde
MS Lindau als Ersatz für das stillgelegte MS
Friedrichshafen nach Friedrichshafen verlegt, und dort für Rundfahrten
und Kursfahrten nach Rorschach eingesetzt.
Das MS Lindau
wurde zum Ende der Saison 2003 stillgelegt, da größere Reparaturen an den
Motoren notwendig sind. Nach einjähriger Liegezeit in Friedrichshafen ohne
nennenswerte Einsätze wurde MS
Lindau im Herbst 2004 in Lindau am alten Leuchtturm vertäut. Als Ersatz wird am 01.07.2006
das neue MS Lindau (III) in Dienst gestellt.
Im Oktober 2004
dringt Wasser in das MS Lindau ein. Das Schiff gerät in beträchtliche Schieflage und muss von der Feuerwehr
ausgepumpt werden. Die Ursache ist vermutlich ein offenes Ventil, das beim
Entwässern von Armaturen vergessen wurde.
Anfang Juni 2007 wird
das nicht mehr ansehnliche Schiff in der Werft von Fussach abgestellt bis über
eine weitere Verwendung entschieden wird.
2010 wird das Schiff an die Vorarlberger Recycling-Spezialisten Jochen und Peter
Ruech verkauft. Diese planen die Lindau an Land als Restaurantschiff zu
nutzen.
Am 13. Dezember 2010
beginnt auf der Fussacher Helling die Verschrottung des Schiffes und damit das
Ende dieser stolzen Einheit.
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